| Sony-Ericsson T68i Testbericht |
Autor: Daniel Waadt |
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(Seite 2/2) Organizer - Synchronisation mit Outlook: Per Infrarotschnittstelle kann mit dem T68i eine drahtlose Verbindung zu dem PC hergestellt werden. Während die meisten Notebooks bereits standardmäßig über eine Infrarotschnittstelle verfügen, müssen so gut wie alle Desktop-PCs darauf verzichten. Eine Nachrüstung ist jedoch problemlos möglich und meist noch günstiger, als der Erwerb eines Datenkabels, da Sony-Ericsson hierfür stolze 38,- Euro verlangt. Eine Synchronisation erfolgt mit dem mitgelieferten Programm "XTNDConnect PC". Dabei können die Kontakte, der Kalender und die Aufgaben mit Outlook abgeglichen werden. Unter den Menüpunkt "Notizen" können zudem wichtigen Texte im Organizer gespeichert werden. Wer ohne Outlook nicht mehr leben kann, wird mit diesem Handy die ideale Ergänzung finden.
E-Mails mit dem Handy empfangen und verschicken: Besonders nützlich ist der integrierte E-Mail-Client, der es dem T68i ermöglicht (egal ob mit oder ohne Vertrag), E-Mails von einem POP3-Konto wie GMX, Web.de etc. abzurufen und zu versenden. Das Handy und dessen Software funktioniert dabei wie das E-Mail-Programm Outlook. Wer beispielsweise länger unterwegs ist und auf den Empfang und das Versenden von E-Mails angewiesen ist, wird diese Funktion sehr zu schätzen wissen. Nun glaubt vielleicht der ein oder andere, dass dies mit hohen Kosten verbunden ist. Doch dem ist nicht wirklich so. Ein Beispiel: Das Abrufen/Senden einer E-Mail mit einer durchschnittlichen Textlänge dauert etwa 20-30 Sekunden. Der Call-by-Call Anbieter Freenet verlangt dafür etwa 10-15 Cent. Das Verschicken einer SMS-Nachricht kostet also deutlich mehr. Das Einrichten und Konfigurieren eines Datenkontos (z.B. Freenet), oder eines E-Mail-Kontos (z.B. GMX) werden wir nun näher erläutern, da es doch sehr leicht zu Problemen kommen kann. Um ein Datenkonto bzw. einen WAP-Zugang einzurichten, hat der Benutzer zwei Möglichkeiten. Über die Internetseite von Sony Ericsson kann man sich die Zugangsdaten auf das Handy schicken lassen, indem auf der Seite "Konfiguratoren" angeklickt wird. Auch die manuelle Installation ist in wenigen Schritten möglich. Dazu begibt man sich zunächst in das Menü "Verbindungen" und wählt den Unterpunkt "Datenübertragung". Bei "Datenkonten" wählt man nun "Konto hinzu?". Nun kann der Benutzer zwischen GPRS-Daten und GSM-Daten wählen. Der Dienst GSM ist über jedes Handy verfügbar, während der schnelle Datenübertragungsmodus GPRS normalerweise erst bei dem Netzbetreiber angemeldet werden muss und nicht selten mit weiteren Vertragskosten verbunden ist. Nachdem der Name des Kontos eingegeben wurde, müssen die Zugangsdaten eingegeben werden. Wir erläutern dies an dem Beispiel Freenet, da Freenet im Gegensatz zu anderen Anbietern während der Testphase keine Probleme bereitete.
Nun muss man nur noch ein E-Mail-Konto erstellen, welches mit dem gerade erstellten Datenkonto verbunden wird. Dazu begibt man sich in das Menü "Nachrichten", "E-Mail", "Optionen", "Konto bearbeiten" und wählt "Neu hinzu?" aus. Nun kann ein beliebiger Kontoname eingegeben werden. Unter dem Menüpunkt "Verbinden mit" gibt man das gerade erstellte Datenkonto an. Alle weiteren Einstellungen lauten an dem Beispiel GMX wie folgt:
Bei manchen Anbietern kann es vorkommen, dass der Empfang bzw. das Versenden von E-Mails nicht funktioniert, falls bei dem Empfangserver und bei dem Sendeserver keine IP-Adresse eingegeben wird. Um die IP-Adresse des jeweiligen Anbieters herauszufinden, geht man wie folgt vor: Man begibt sich in die "Eingabeaufforderung" (unter Programme, Zubehör) und gibt folgendes ein: ping pop.gmx.net (Name des Mailservers; jeweils für POP3 und SMTP). Anschließend wird eine IP-Adresse sichtbar, die man nun anstatt des Mailservers beim Empfang- und Sendeserver eingibt.
Fazit: Sony-Ericsson liefert mit dem T68i eine insgesamt überzeugende Vorstellung ab. Das Handy gleicht dank den umfangreichen Möglichkeiten mehr einem PDA, mit dem man auch noch telefonieren kann. Das Farbdisplay kann durch eine sehr gute Qualität überzeugen. Alle Texte und Symbole sind gut lesbar. Über den Nutzen von MMS lässt sich streiten, zumal diese Funktion noch nicht mit allen Anbietern funktioniert. Die Zukunft wird sicherlich zeigen, ob es MMS schaffen wird sich durchzusetzen. Nicht mehr verzichten möchte man auch auf den integrierten E-Mail-Client und den ausgezeichneten Organizer. Dieser stellt eine gute Alternative zu einem PDA dar. Das T68i zählt sicherlich zu den besten Mobiltelefonen, die es momentan au dem Markt gibt. Die geringe Baugröße und die zahlreichen technischen Ausstattungsmerkmale machen das T68i zu etwas besonderem. Leider gibt es auch einige wenige Punkte die Anlass zur Kritik geben. Erhält man beispielsweise eine neue SMS, wird dies einem leider nur durch ein kurzes und nicht zu lautes Piepsen mitgeteilt. Unverständlich ist auch, warum sich der Vibrationsalarm nur beim Empfang von SMS-Nachrichten einschaltet, falls das Handy zuvor auf lautlos gestellt wurde. Bei Anrufen ist es dagegen möglich, dass man neben dem akustischen Signal auch gleichzeitig mit dem Vibrationsalarm auf den Anruf aufmerksam gemacht wird. Nach dem Eingang der SMS erscheint für 20 Minuten ein Symbol im Display, mit dem man auf die neue SMS aufmerksam gemacht wird. Nach 20 Minuten wechselt das Gerät aber leider schon wieder in den Bildschirmschoner-Modus, bei dem eine Uhr angezeigt wird. Will man also überprüfen, ob eine neue Nachricht eingegangen ist, muss man zuvor immer eine Taste drücken. Ein weiterer Kritikpunkt ist die permanente Rufnummerunterdrückung. Falls man möchte, dass die Rufnummer nicht geheim gehalten wird, muss man die Rufnummerunterdrückung vor jedem einzelnen Anruf deaktivieren. Da bleibt nur die Hoffnung, dass Sony-Ericsson diese "Schönheitsfehler" in der Software mit einem Softwareupdate beseitigen kann. Deswegen hat es trotz der überragenden Features nur für den PC-Extreme "Silber-Award" gereicht. Das T68i ist über den Online-Shop Home of Hardware zu einem Preis von 427,- Euro erhältlich. Die Version mit der Digitalkamera muss mit einem Aufpreis von 97,- Euro bezahlt werden.
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