| Wachablösung - PowerColor ATI 9700 Pro im Test (Seite 3/3) |
Autor: Stefan Gebhardt |
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Overclocking: Die PowerColor Evil Commando 2 ließ sich ohne Probleme im Dauerbetrieb mit den Einstellungen 360 MHz für die GPU (Default: 325 MHz) und 720 MHz DDR für den Speicher (Default 620 MHz DDR) betreiben. Die erreichten Werte für den Speichertakt scheinen im hohen Maße auf den Einsatz der passiven Kühler auf den Speicherbausteinen zurückzuführen sein. Das Plus an erreichter Mehrleistung durch die Erhöhung des Speichertakts wirkt sich jedoch nicht gravierend auf die Gesamtperformance der Karte aus. Interessanter ist vielmehr die Erhöhung des GPU-Takts (Graphic Processor Unit), die im Vergleich mit anderen Tests dieses Kartentyps im guten Mittel liegt. Dieser Umstand ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass alle Hersteller den selben Typ an Kühlkörpern für die GPU verwenden. Durch die Erhöhung der Taktraten kann die ATI 9700 Pro noch einmal je nach Benchmark zwischen 10 und 13 Prozent Leistung zulegen.
Fazit: ATI hat es mit der Einführung der 9700 Pro Serie ohne Zweifel geschafft, die mit weitem Abstand schnellste Grafikkarte für Spiele zu präsentieren. In 21 von 24 Benchmarks kann der neue Spitzenreiter die GeForce 4 TI 4600 eindeutig in die Schranken verweisen. Primär im Zusammenhang mit hohen Auflösungen und aktivierter Kantenglättung spielt das Produkt aus dem Hause ATI definitiv in einer anderen Liga, als eine GeForce 4 TI 4600 oder vergleichbare Produkte. Einmalig ist in diesem Zusammenhang die erreichte Performancesteigerung gegenüber dem vermeintlichen "Vorgänger/Konkurrenzprodukt". Man muss sich an dieser Stelle vor Augen führen, dass die erreichten Ergebnisse in mehr als der Hälfte aller Testfälle um den Faktor 2 bis 3 oberhalb der Performance einer GeForce 4 TI 4600 liegen! In der Vergangenheit konnte eine neue Kartengeneration "lediglich" 20 bis 30 Prozent Mehrleistung gegenüber dem Vorgänger erreichen. Die PowerColor Evil Commando 2 hat sich aufgrund der überragenden Performance (bedingt durch den Einsatz des ATI 9700 Pro Referenzdesigns) und der guten Ausstattung (passive Speicherkühler) und trotz eines stolzen Preises von 489 Euro den PC-Extreme Gold-Award redlich verdient.
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