| Wärmeleitpasten im Test | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Erstellt am: 06.07.2001 Vorwort:
Hintergrundinformationen: Die Betriebstemperatur einer CPU wird von vier maßgeblichen Dingen beeinflusst.
Die Verlustleistung moderner Prozessoren beträgt in der Regel zwischen 30W (Intel Pentium III 1GHz mit Default-Spannung) und 90W (AMD Thunderbird @1,5GHz mit auf 1,85V erhöhter Core-Spannung). Für den dauerhaften Betrieb ist daher ein optimales Zusammenspiel zwischen Wärmeleitpaste, Kühlkörper und Gehäuselüftung zwingend erforderlich. Nur ein guter Mix aller zur Temperaturabsenkung notwendigen Maßnahmen führt zu einem stabilen Gesamtsystem.
Testkandidaten:
Testsetup:
Für die einzelnen Prüfungen wurde jede Wärmeleitpaste in entsprechender Menge auf die CPU aufgetragen. Anschließend wurde der Prozessor bei geschlossenem Gehäuse eine Stunde im Leerlauf betrieben. Danach wurde die CPU für 10 Minuten bei 100% CPU-Auslastung betrieben. Zu diesem Zweck wurde das Programm CPU Stability Test 6.0 mit der Einstellung "Normal Testing" eingesetzt. Aufgrund der hohen Verlustleistung der CPU bei 2GHz-Betrieb (>70W) kann die Zeit für Volllastbetrieb entsprechend kleiner gewählt werden, als dies z.B. bei den bisherigen Kühlertests für Sockel A Systeme der Fall war. Die Temperaturen für Leerlauf und Volllast wurden jeweils zum Ende der Testdurchläufe ermittelt.
Ergebnisse:
Fazit: In den Disziplinen Leerlauf und Volllast kann die Arctic Silver II Wärmeleitpaste ihre Konkurrenz mit einer Differenz von 2°C und mehr in die Schranken weisen. Als Enttäuschung kann die AOS-Paste in diesem Test angesehen werden. Von der Beigabe zu den Swiftech-Kühlkörpern hätte ich mir persönlich mehr versprochen. Bezüglich aller anderen Ergebnisse ist ein Einklang zwischen der Erhöhung des Preises und der Verbesserung der Werte deutlich erkennbar. Vergleicht man nun die Artic Silver II mit der Silmore (Neukauf gegenüber der Beilage zum Prozessorkühler), so ist eine Differenz von 4°C unter Volllast trotz des vermeintlichen hohen Preises von ca. 20 DM ein hervorragendes Ergebnis. Die Verbesserung in einem Bereich von 2...4°C (die Differenz zu Noname-Produkte liegt in diesem Fall in einem Bereich zwischen 6...8°C) kann in vielen Fällen den Ausschlag für ein stabiles Systemverhalten darstellen. Aufgrund dieser Tatsachen kann die Artic Silver II jedem Anwender bedenkenlos empfohlen werden. Die Titan ist im Verhältnis zur erzielten Verbesserung zu teuer (Vergleicht man den Preis bei gleicher Menge mit der Arctic Silver II). Die Silmore Wärmeleitpaste stellt aufgrund ihrer Beistellung zu den meisten Kühlern einen gelungenen Kompromiss zwischen Preis und Leistung dar. Aufgrund des niedrigen Preises der Silmore sollte unter keinen Umständen der Einsatz von Noname-Wärmeleitpasten in Betracht gezogen werden.
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