| Shuttle AK 35 GTR Review |
Autor: Michael Meier |
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Erstellt am: 17.03.2002 Der Hersteller Shuttle Computer hat sich mittlerweile fest auf dem deutschen Markt etabliert und nicht zuletzt durch so erfolgreiche Produkte wie das aktuelle KT266A Board AK31/3 den Ruf erworben, starke Leistung zum günstigen Preis anzubieten. Mit dem AK35 GTR bringt Shuttle nun eine KT266A Platine mit Onboard-Raid heraus, die auch den absoluten Power-User ansprechen soll. Der KT266A Chipsatz von VIA erfreut sich großer Beliebtheit, da er mittlerweile ausgereift ist und eine gute Performance für Athlon/DDR-Systeme offeriert. Inwieweit es Shuttle gelungen ist, auf Basis dieses Chipsatzes ein gutes Mainboard zu fertigen, wollen wir im vorliegenden Review feststellen. An dieser Stelle möchten wir uns zunächst recht herzlich bei Shuttle Computer für die freundliche und prompte Bereitstellung des AK35GTR bedanken.
Verpackung, Spezifikation & Layout: Das Shuttle AK35GTR kommt in einem schicken silberfarbenen Karton daher. Im Karton finden sich neben dem Board zwei ATA100 Kabel, ein Floppy Kabel, ein Audio-Slotblech, eine Treiber-CD mit den VIA 4in1 Treibern der Version 4.35, sowie ein englischsprachiges Handbuch und ein Extra-Handbuch für die RAID-Konfiguration. Auf weitere Softwarebeigaben hat Shuttle verzichtet, was jedoch dem Preis zugute kommt. Das Board gehört mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 159 € wohl zu den günstigsten und dabei gleichzeitig leistungsfähigsten KT266A-RAID-Boards überhaupt. Die Spezifikationen lauten wie folgt: - Chipsatz: VIA Apollo KT266A
Auf der ganzen Platine befinden sich gerade einmal zwei Jumper, wobei einer dem CMOS-CLEAR und der andere dem BIOS-WRITE-PROTECT dient. Unser Testmuster erreichte uns in der Revision 1.2. Alle Anschlüsse auf dem Board sind gut zu erreichen. Die IDE/Floppy-Anschlüsse liegen gut am rechten Platinenrand, die RAID-Anschlüsse sind gelb markiert, um Verwechslungen zu vermeiden. Anwender, die viele PCI-Karten installieren wollen, werden das Vorhandensein von 6 PCI-Slots sehr begrüßen – so steht einem maximalen Ausbau des Systems nichts im Wege. Allerdings sollte man auch bedenken, dass VIAs KT266A nur vier INT-Leitungen zur Verfügung stellt, die sich die sechs PCI-Slots teilen müssen. Eine entsprechende INT-Request-Tabelle sucht man im Handbuch des AK35GTR leider vergebens. Auf der Homepage von Shuttle findet man jedoch eine entsprechende Tabelle, die wir nachstehend wiedergeben:
Shuttle hat es vermieden einen relativ nutzlosen CNR-Slot zu verbauen. Ein Ausstattungsmerkmal, das auch schon auf dem AK31 gefallen konnte, ist die AGP-Arretierung, die die Grafikkarte sicher in ihrem Slot hält. Ein kleines Schmankerl ist der verbaute Cmedia Soundchip. Wir waren von der Qualität des Cmedia-Chips, der 6 Kanal und 5.1 Speaker unterstützt, sehr angetan. Der Sound dürfte in dieser Qualität selbst anspruchsvolle Gamer zufrieden stellen. Den Platz rund um den CPU-Sockel hat man beim AK35GTR allerdings dezent verletzt. Wir verweisen hier auf unseren AK31-Artikel, in dem wir die Keep-Out-Area bereits näher beschrieben haben. Zwar ließ sich unser RedCooler problemlos montieren, eine Installation des Alpha PAL 8045 scheiterte jedoch wie auch schon bei der AK31 Platine wegen einem zu nahe stehenden Kondensator. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass in einigen Hardware-Foren User von erfolgreichen Installationen eben dieses Kühlers berichten. Ob es hier leichte Variationen im Platinenlayout gibt, ist uns nicht bekannt – auf unserem Testmuster wäre eine Installation des Alphas jedoch nur möglich gewesen, wenn wir bereit gewesen wären, den entsprechenden Kondensator leicht nach hinten zu biegen. Davon haben wir abgesehen. Gut hat Shuttle die Positionierung des ATX-Anschlusses gewählt. Der Anschluss ist ausreichend weit vom CPU-Sockel entfernt. Somit werden Behinderungen des Kühlerluftstromes bei der Kabelverlegung weitestgehend minimiert. Ebenfalls erfreulich fanden wir das Vorhandensein von insgesamt vier FAN-Anschlüssen, die auch in ihrer Positionierung sinnvoll sind. Hervorzuheben sind des weiteren natürlich die vier Speicherbänke, welche einen großzügigen Ausbau des Systems mit Arbeitsspeicher gestatten. Theoretisch sind hier maximal 4 GB DDR SDRAM möglich. Wer viele USB-Geräte anschließen möchte findet Onboard vier Anschlussmöglichkeiten; eine entsprechende USB-Slot Blende lag unserem Testmuster nicht bei. Das übrige Platinenlayout entspricht dem üblichen Standard, so dass wir hier unsere Betrachtung des Layouts abschließen wollen.
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