| Thermaltake Indigo Orb im Test | |||||||||||||||||||||
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Veröffentlicht am:
12.07.2001 Vorwort:
Lieferumfang: Im Lieferumfang des Indigo Orb ist sämtliches zur Montage notwendige Zubehör enthalten. Aufgrund seiner moderaten Leistungsaufnahme kann der Lüfter ohne Bedenken direkt am Mainboard angeschlossen werden. Wie von Listan gewohnt, befindet sich auch bei diesem Kühler eine Wärmeleitpaste von Silmore im Lieferumfang. Das diese Paste eine gute Wahl ist, bewies unser Wärmeleitpasten-Review, wo die Silmore-Paste den PC-Extreme Preis-Tip erringen konnte.
Kühlkörper: Der mit 300 Gramm deutlich wuchtiger als der des Topwin ausgeführte Kühlkörper ist wie bereits erwähnt, aus einem Aluminiumstück gefertigt. Bei der Verarbeitung kann er sich geringfügig von den Produkten aus dem Hause Intel und PcTweaker absetzen. Die Qualität und Ausführung entspricht den Erwartungen an einen Kühlkörper dieser Preisklasse. Im Gegensatz zu seiner Konkurrenz hat sich Thermaltake die Mühe gemacht, die Unterseite in dem Bereich der CPU-Auflage feiner zu bearbeiten. Die Qualität der Oberflächestruktur kann sich hier deutlich von den Produkten aus dem Hause Intel und Topwin absetzen. Unabhängig von dieser Tatsache ist ein umsichtiges Vorgehen mit Wärmeleitpaste erforderlich.
Lüfter: Der beigefügte Lüfter hat eine um 20% höhere Förderleistung als die Konkurrenz aus dem Hause PcTweaker. Die angegebene Drehzahl liegt zwar bei 5000 U / Min, die Drehzahlüberwachung im Bios zeigt jedoch an, dass sich der Lüfter mit 5500 U / Min dreht. Dieser Wert liegt jedoch knapp innerhalb der vom Hersteller gewährten Toleranzen. Akustisch liegt der Lüfter im Rahmen. Das heißt er ist nicht unangenehm laut. Leider ist durch das Orb-Design des Kühlkörpers der Austausch des Lüfters gegen ein anderes Modell nicht ohne weiteres möglich.
Befestigung: Wie bereits beim Review des Topwin5 beschrieben, ist die Montage des Kühlkörpers auf dem Mainboard ein Kinderspiel. Der Kühlkörper muss hierzu nur in die vorgesehenen Halterungen eingesetzt und mit den Klammern befestigt werden. Im Gegensatz zu anderen Sockel Systemen ist mit der Montage des Kühlkörpers nicht die Gefahr der Zerstörung der CPU durch unsachgemäßes Handling verbunden.
Test-Setup & Ergebnisse: Um die Kühlleistung des Indigo Orb zu ermitteln, benutzen wir wie bereits bei den vorangegangenen Reviews unseren Intel Pentium 4 1700@2040MHz. Dieser eignet sich aufgrund seiner hohen Leistungsaufnahme hervorragend zum Testen des Kühlkörpers. Für die Ermittlung der Ergebnisse wurde der Prozessor bei geschlossenem Gehäuse eine Stunde im Leerlauf betrieben. Danach wurde die CPU für 10 Minuten bei 100% CPU-Auslastung betrieben. Zu diesem Zweck wurde das Programm CPU Stability Test 6.0 mit der Einstellung "Normal Testing" eingesetzt. Aufgrund der hohen Verlustleistung der CPU bei 2GHz-Betrieb (>70W) kann die Zeit für Volllastbetrieb entsprechend kleiner gewählt werden, als dies z.B. bei den bisherigen Kühlertests für Sockel A Systeme der Fall war. Die Temperaturen für Leerlauf und Volllast wurden jeweils zum Ende der Testdurchläufe ermittelt. Für die Tests wurde die von Listan beigefügte Silmore Wärmeleitpaste verwendet. Wie sich der Kühlkörper im Zusammenspiel mit anderen Pasten verhält, kann im Wärmeleitpasten-Review nachgelesen werden.
Fazit: Mit dem "Indigo Orb" hat die Firma Thermaltake einen für diese Preisklasse sehr guten Kühler gebaut. Im Gegensatz zum Intel OEM und Topwin5 konnte der Prozessor ohne weitere Modifikationen des Kühlers bei einer Frequenz von 2GHz betrieben werden. Zusammengefasst kann man Listan zur Aufnahme des Kühlkörpers in sein Programm beglückwünschen. Der Indigo Orb wird zur Zeit nur vom deutlich teureren Swiftech 462A geschlagen. Hier fällt die Differenz der Ergebnisse jedoch gravierend aus. Dieser Vorteil wird jedoch mit einem um den Faktor drei höheren Preis erkauft.
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