WinTasks 4 Professional Review

Autor: Daniel Waadt

Erstellt am: 18.03.2002
Testsample powered by:
LIUtilities

Vorwort:

Wer kennt nicht das Problem, dass viele Anwendungen im Hintergrund laufen und somit wichtigen Programmen die Geschwindigkeit rauben. Das schwedische Entwicklerteam von LIUtilities hat ein Programm entwickelt, mit dem man jeder Anwendung eine Priorität vergeben und die Geschwindigkeit des Computers optimieren kann. Brennt man beispielsweise eine CD und möchte trotzdem noch am Computer arbeiten, kann einfach die Priorität der Brennsoftware auf "hoch" gestellt werden. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass ein Buffer-Underrun auftritt, da nun der größte Teil an Prozessorleistung automatisch der Brennsoftware zugesprochen wird und die restlichen Programme mit der verbleibenden Leistung auskommen müssen. Auf dieser Seite stellen wir WinTasks 4 Professional und die wichtigsten Funktionen kurz vor.

WinTasks 4 Professional wird in einer kompakten DVD-Hülle ausgeliefert. Auf der CD befindet sich die Setup-Datei und eine Anleitung im PDF-Format. Etwas überraschend ist die Größe des Programms. Die Setup-Datei ist nämlich nur 1,02 MB groß. Nach der Installation belegte WinTasks in unserem Test 1,71 MB an Festplattenspeicher. Die Anleitung befindet sich nicht nur im PDF-Format auf der CD, sondern liegt auch in gedruckter Form vor. Die Anleitung hat einen Umfang von 19 Seiten.

 

Prozessorleistung geschickt nutzten:

Wie eingangs schon erwähnt, kann bei jeder Anwendung die Priorität festgelegt werden. Nach dem Starten des Programms sieht man das Fenster, das auch auf den unteren Bildern abgebildet ist. Bei den mit einem roten Symbol markierten Prozesse handelt es sich um Systemprogramme, die für den Betrieb des Betriebssystem zwingend erforderlich sind. Daher ist es bei diesen Anwendungen nicht möglich, die Priorität festzulegen. Klickt man nun eine Zeile an, wird im unteren Bereich des Fensters die Funktion der Anwendung beschrieben. So ist es möglich herauszufinden, um was für eine Anwendung es sich überhaupt handelt, die im Hintergrund läuft. Falls sich hier kein Eintrag befindet, kann selbst ein Kommentar zu dem entsprechenden Programm hinterlegt werden. Mit einem rechten Mausklick auf die entsprechende Zeile klappt ein kleines Kontextmenü auf, bei dem die Priorität eingestuft werden kann (siehe Bild unten rechts).

Vor allem bei anspruchsvollen Computerspielen zählt meist jedes Megahertz. Deswegen macht es hier auch Sinn, dem AntiVirus-Programm oder anderen Anwendungen, die nun nicht mehr benötigt werden, eine niedrige Priorität zu vergeben, während ein Computerspiel gespielt wird, um keine Prozessorleistung zu verschenken.

So schaut die Benutzeroberfläche von WinTasks 4 aus.

 

Autostart konfigurieren:

Leider passiert es oft, dass sich Programme nach der Installation direkt in den Autostart-Ordner einnisten, oder einen Eintrag in der Registry hinterlassen. Mit WinTasks 4 Professional können unerwünschte Programme ganz einfach deaktiviert werden. Diese Funktion bietet Windows jedoch auch. Hierzu muss man lediglich auf "Start/Ausführen" klicken und "msconfig" eintippen. Die Registrierkarte "Systemstart" lässt nun diese Einstellungen ebenfalls zu. Außerdem können bei WinTasks neue Programme zum Autostart hinzugefügt werden, indem man einfach auf den Button "Add" klickt und das entsprechende Programm von der Festplatte angibt.

 

Systemauslastung beobachten und analysieren:

Manchmal ist es auch ganz gut zu wissen, welches Programm gerade viel Prozessor-Power benötigt. Auch dafür gibt es bei WinTasks 4 Professional eine entsprechende Funktion. Die Besonderheit: Es wird nicht nur die totale Prozessorbelastung angezeigt, sondern auch die des entsprechenden Programms. Dabei werden die Balken in verschiedenen Farben dargestellt, wobei die grünen Balken in dem aktuellen Fall (siehe Bild) die Prozessorbelastung des Internet Explorers anzeigen und die blauen Balken die Prozessorbelastung aller gerade laufenden Programme anzeigen.

 

Weitere interessante Features:

WinTasks ermöglicht es dem Benutzer dank einer "Built-In-Script-Language" auch, eigenständige Abläufe zu programmieren. In der Anleitung sind alle dazu benötigten Befehle aufgelistet. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass nach dem Starten von Windows die Priorität von Microsoft Word auf hoch gestellt wird und alle anderen Anwendungen eine niedrigere Priorität bekommen.

Weiterhin speichert WinTasks alle Programmabläufe in einer Log-File. So kann im Nachhinein leicht analysiert werden, welche Anwendung das System ausgebremst hat.

 

Fazit:

WinTasks 4 Professional ist ein nützliches Programm um die Prozessorleistung sinnvoll zu verwalten. Das interessanteste Feature von WinTasks ist zweifellos die Möglichkeit, die Priorität der einzelnen Programme festzulegen. Die andere Features sind auch alle sehr nützlich, wobei man nicht vergessen darf, dass es auch standardmäßig unter Windows möglich ist, die Autostart-Anwendungen zu konfigurieren, oder die Prozessorbelastung anzuzeigen. WinTasks erfindet hier das "Rad" nicht neu, sondern vereint auch diese Funktionen übersichtlich in einem Programm, ohne spezielle Kenntnisse haben zu müssen. WinTasks 4 Professional kostet 37 Dollar und kann bei LIUtilities bestellt werden.

 

Systemanforderungen:

  • 250 MHz Intel oder AMD kompatiblen Prozessor
  • 16 MB RAM
  • CD-ROM Laufwerk
  • 10 MB freie Festplattenkapazität
  • Windows 95/98/NT/2000/XP

Minimal (Herstellerangaben)

 

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